Für die Begleittexte zu den Fotos bitte die Fotos jeweils anklicken

Spenden

Ihre Spende erbitten wir auf das Konto von


„Solidarität International e.V.“:

IBAN:

DE86 5019 0000 6100 8005 84

BIC: FFVB DEFF

(Frankfurter Volksbank)

Stichwort: „Medizin für Rojava“


Bei Angabe des Namens und der Adresse geht Ihnen eine Spendenbescheinigung zu.


Ihre Spende wird ausschließlich zum Aufbau des Gesundheitszentrums in Kobanê eingesetzt.

 

Spenden über Betterplace:

www.betterplace.org/p35750

 

Spenden über Paypal:

 

 

Prof. Gerhard Trabert war im Februar in Rojava:

 

Der Angriff der türkischen Armee in Afrin ist ein völkerrechtswidriger Akt und ein Kriegsverbrechen...

 

Millionen von Menschen werden kriminalisiert und als Terroristen diffamiert. Es wird gezielt die Infrastruktur, die Wasser- und Stromversorgung zerstört. Über 400 Zivilisten, besonders Kinder und ältere Menschen sind bisher gestorben. Türkische Bürger, u.a. zahlreiche Ärzte, die sich gegen den Krieg ausgesprochen haben, wurden in der Türkei inhaftiert. Der Krieg kehrt in diese befriedete Region zurück.

Die Rojava-Region in Nordsyrien ist ein Ort des Widerstandes gegen den sogenannten islamischen Staat. Es wurde gelitten und gestorben für den Kampf gegen Terrorismus und unvorstellbares barbarisches gewalttätiges Verhalten. Seit der Befreiung der einzelnen Regionen vom IS wurde eine basisdemokratische Selbstverwaltung gesellschaftlich implementiert. Ich konnte mich mehrmals von diesem verinnerlichten authentisch gelebten respektvollen und emanzipatorischen Umgang zwischen den Geschlechtern, unterschiedlichen Kulturen, Religionen und verschiedenen Ethnien vor Ort überzeugen. Die Infrastruktur einer funktionierenden Gesundheitsversorgung der Zivilbevölkerung ist nicht mehr vorhanden. Im Kampf gegen den IS wurden fast sämtliche Krankenhäuser in dieser Region, z. B. in Raqqa, Tabka und Manbidsch verwüstet. Die Innenausstattung vom IS zerstört, in Brand gesetzt und teilweise auch gestohlen. Das internationale Embargo dieser Kriegsregion gegenüber verhindert Hilfslieferungen dringend benötigter Medikamente, chirurgischem und diagnostischem Equipment, Verbandsmaterial und vieles mehr.

Nach Schätzung verschiedener unabhängiger Hilfsorganisationen, sind seit Ausbruch des Bürgerkrieges in Syrien ca. 200.000 - 300.000 Zivilisten, aufgrund fehlender therapeutischer Möglichkeiten, insbesondere aufgrund fehlender Medikamente, verstorben. Dieser stille Tod der Menschen in Syrien steht immer noch kaum im Fokus des öffentlichen Bewusstseins.

Die Menschen die dort leben benötigen unsere Hilfe und Solidarität. Sie benötigen dringend Medikamente und medizinisches Equipment. Ein Beispiel von vielen ist die hohe Prävalenz der Thalassämie major Patienten (Mittelmeerfieber). Wenn wir den Kolleg*innen in Syrien nicht die adäquate Therapie bei dieser Erkrankung, neben der Notwendigkeit von Bluttransfusionen, zuführen, werden zehntausende von Kindern in den nächsten Jahren sterben.

Die Initiative „Medizin für Rojava“ und der Verein "Armut und Gesundheit“ in Deutschland bitten um finanzielle Unterstützung unserer medizinischen Syrienhilfe in dieser Region. Wir fordern zudem die Bundesregierung auf, endlich die Erdogan-Administration für dieses Kriegsverbrechen anzuklagen, Waffenexporte in die Türkei sofort einzustellen, und die Rückkehr zur Demokratie unter Wahrung der Menschenrechte einzufordern. Die Invasion der türkischen Armee muss sofort gestoppt werden. Das Töten von Zivilisten muss aufhören.

 

Prof. Gerhard Trabert / Verein Armut und Gesundheit e.V.

Februar/ März 2018

 

19. Februar 2018

 

Spenden für dringend benötigte Medikamente in Afrin!

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von „Medizin für Rojava“!

Vor wenigen Tagen sandte uns unser Partner „Kurdischer Roter Halbmond“ Fotos und Berichte aus Afrin, dem westlichen Kanton von Rojava. Hunderte Einwohner wurden getötet oder schwer verwundet, vor allem Kinder und Frauen. Wir sind tief betroffen und empört - auch darüber, dass kein Vertreter auch der deutschen Regierung offen Protest erhebt - gegen diesen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg von der Türkei und gegen das Massaker an der Zivilbevölkerung. Es ist ein Verbrechen, dass in dieser Situation bereits offen über weitere Waffengeschäfte mit der Türkei gesprochen wird!

Umso wichtiger ist es, unsere Solidarität mit der Bevölkerung in Rojava/Nordsyrien auszuweiten. Wir haben beschlossen, unsere Spendentätigkeit für dringend benötigte Medikamente auf Afrin in den kommenden drei Monaten zu konzentrieren. Wir möchten Sie und Euch alle bitten, dieses Anliegen breit zu unterstützen und bekannt zu machen! Einige unserer Freunde sind in diesem Sinne bereits aktiv geworden und sind auf eine große Offenheit und Spendenbereitschaft gestoßen. Viele Menschen sind empört darüber, dass der demokratische Aufbau in Rojava, der ein Leuchtturm der Hoffnung für den ganzen Nahen Osten ist, von der Erdogan-Regierung im Blut erstickt werden soll.

Medizin für Rojava“ hat deshalb auch einen Aufruf verschiedener internationaler Hilfsorganisationen unterzeichnet.

 

Aktueller Hinweis: Von unseren Partnern aus Kobanê erhielten wir aktuelle Fotos vom ICOR-Gesundheitszentrum. (siehe oben in der Fotoleiste) Sie zeigen, was internationale Solidarität möglich macht! Sie wird am Ende stärker sein als die kalte imperialistische Macht- und Profitlogik, die derzeit ganze Regionen in Krieg, Chaos und Elend stürzt und immer neue Flüchtingswellen provoziert.

Auch ein aktueller Kurzfilm des „Kurdischen Roten Halbmonds“ über das Gesundheitszentrum ist jetzt auf Youtube ins Netz gestellt.

der Link: www.youtube.com/watch?v=bpZEqbQSGlI

 

 

Die gute Nachricht zum Schluss:
Wir konnten eine weitere Spende von 30.000 Euro für Medikamente nach Kobanê überweisen – dank der großen Spendenbereitschaft von so vielen Freunden und Mitmenschen. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle!

 

 

 

 

Ein aktueller Brief aus Rojava

 

Dr. Sherwan Berry, Co-Manager des Kurdischen Roten Halbmonds für Nordsyrien und Nordirak

schreibt am 27.1.18 an „Medizin für Rojava“:

 

 

"Liebe Freunde,

Ich hoffe, es geht euch gut. Wie Ihr wisst, wird der Kanton Afrin von der türkischen Regierung und seinen Verbündeten seit dem 20.1.2018 militärisch angegriffen. Afrin war ein sicherer Platz für alle Flüchtlinge, auch aus anderen Gebieten Syriens seit dem Beginn der syrischen Krise. Heute beherbergt Afrin mehr als 500 000 Flüchtlinge aus ganz Syrien, Menschen die vor den Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung geflohen sind.

Der türkische Angriff richtet sich, wie wir sehen können, gegen die Zivilbevölkerung. Bis heute haben wir 41 zivile Opfer und mehr als 150 Verletzte. Obwohl jeder in Afrin das Beste tut, um Leben zu retten, aber es gibt noch viele Lücken, die zu schließen sind.

Die geographische Lage der Region Afrin macht es schwer, von anderen Regionen aus, wie Jazira und Kobane, einzugreifen. Und bislang begeht die Türkei und ihre Verbündeten diese Verbrechen vor aller Welt, überschreitet die Grenze, versucht eine Region zu besetzen, die für lange Zeit der sicherste Platz in Syrien war und tötet Zivilisten. Bis heute gibt es 9 getötete Kinder und 12 Frauen.

 

Als Antwort auf diese Attacken müssen alle internationalen NGOs, Behörden der UN und Menschenrechtsorganisationen, eine Rolle spielen und die Stimme erheben gegen die türkische Operation. Alle Beschäftigten des Gesundheitswesens (kurdischer Roter Halbmond, Gesundheitskommitees und Gesundheitsräte in allen Städten und Dörfern) stellen sich der Herausforderung. Aber mit der Ausweitung der angegriffenen Gebiete wird mehr Hilfe benötigt, um den Bedarf zu decken – Versorgungswege, ärztliche Kapazitäten, Traumastabilisierung…

 

Bis heute gab es einen direkten Angriff am 21.1. auf das Team und die Ambulanz des Kurdischen Roten Halbmonds in der Region Jinderes während ihrer Arbeit. Aber so eine Attacke wird keinen von uns bei seiner Arbeit aufhalten, bedrohte und verletzte Menschen zu behandeln.

 

Wenn Ihr uns in irgendeiner Weise helfen könnt, lasst es uns bitte wissen."

 

 

 

27.1.2018 aktueller Rundbrief

Unterstützen Sie den Protest gegen die Militär-Invasion der türkischen Armee in Rojava!

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Medizin für Rojava!

 

Vor wenigen Tagen hat das Erdogan-Regime der Türkei mit einer Invasion in dem Kanton Afrin begonnen. Dieser ist Teil der demokratischen Konföderation in Nordsyrien (Rojava). Genau dort war es gelungen - durch die vereinten Kräfte der Kurden unter der Führung der PYD und eine Allianz mit demokratischen syrischen Kräften - die Terrormilizen des IS zu zerschlagen. Dort wurden inzwischen unter Einbeziehung aller Religionen und Völker, unter besonderer Förderung der Frauenrechte basisdemokratische Strukturen aufgebaut. Rojava ist zu einem Vorbild für den künftigen Aufbau in Syrien und im Nahen Osten geworden.

Aus diesem Grund hat sich „Medizin für Rojava“ die Aufgabe gestellt, den Wiederaufbau eines Gesundheitswesens zu unterstützen – mit unzähligen Geld- und Sachspenden und mit der mit Einrichtung des Gesundheitszentrums, das von ICOR-Brigaden in der vom IS fast völlig zerstörten Stadt Kobane aufgebaut wurde, das den Menschen Mut gemacht hat, ihre Stadt wieder aufzubauen und das heute als modernes Geburtszentrum die ganze Region versorgt.

Die Erdogan-Regierung will jetzt mit der Invasion in dem gesamten Gebiet Nordsyriens eine „Pufferzone“ errichten und „die kurdischen Terroristen ausrotten“. Die Assad-Diktatur und die anderen imperialistischen Kräfte, die in Syrien ihre Interessen durchsetzen wollen - Rußland, die USA, der Iran, Saudi-Arabien – schweigen bislang zu diesem Angriffskrieg. Auch die Bundesregierung, die eine Normalisierung der Beziehung zu Erdogan will und seit Jahren mit wachsenden Waffenlieferungen Öl ins brennende Feuer des Nahen Ostens schüttet. YPG, PYD und PKK werden auch hier als Terroristen diffamiert. Dabei haben die kurdischen Kämpfer der YPG in Rojava auch für uns einen aufopferungsvollen Kampf gegen die IS-Terroristen geführt. Hunderttausende Flüchtlinge wurden dort aufgenommen – auch ohne die Hilfe der EU. Die türkische Invasion ist eine neue schändliche Stufe der Barbarei, an der auch die deutsche Regierung als NATO-Partner der Türkei beteiligt ist.

Zurecht ruft die türkische Invasion zahlreiche erbitterte Proteste hervor, in Deutschland und international. Nicht nur von Kurden, die mit ihrer Heimat und ihren Familien besonders verbunden sind.

Sollen wir zusehen, wie all die bewundernswerte Aufbauarbeit wieder zerstört wird, wie eine neue Flüchtlingswelle losgetreten wird? Jeder hat eine Verantwortung, sich dem entgegenzustellen, die vielfältigen Proteste zu unterstützen und laut und deutlich zu sagen:

  • Schluss mit der türkischen Invasion, mit deutschen Waffenlieferungen und jeder Unterstützung des Erdogan-Regimes!
  • Alle ausländischen Mächte samt ihren faschistischen Söldnern – raus aus Syrien!
  • Hoch die Internationale Solidarität   
  • Medizin für Rojava wird weiterhin mit aller Kraft die humanitäre Hilfe für Rojava organisieren. Hunderttausende an Sach- und Geldspenden sind bislang aus allen Ecken Deutschlands gesammelt worden und kamen uneingeschränkt dem Aufbau des Gesundheitswesens zugute. Sprechen Sie mit Freunden, Nachbarn, Betriebskollegen/innen. Informieren Sie sich über unsere Homepage - und spenden Sie für dringend benötigte Medikamente in Kobane!

 

 

 

 

 

 

 

 

November 2017

 

Interview mit dem Chirurgen

 

Dr. Bashrawi Ali

 

MfR: Wie entwickelt sich das Gesundheitszentrum?
Dr. Ali: Das ICOR-Gesundheitszentrum arbeitet sehr gut! Viele Frauen aus Kobane, Munbej, Tabqqa Syrin, Giresipi (Tel Abyad) usw. bekommen in dieser Geburtsklinik kostenlose medizinische Hilfe.
Inzwischen wurden dort mehr als 4000 Babys geboren, davon über 1000 durch Kaiserschnitt. Allein im Oktober 2017 gab es 438 Geburten, wurden 135 Operationen durchgeführt, 937 Frauen und 43 Kinder bekamen medizinische Hilfe. Im Zentrum gibt es auch eine Apotheke, wo die Patientinnen alle erforderlichen Medikamente bekommen können, überwiegend kostenlos.
Das Zentrum spielt eine große Rolle. Es ist eine große Hilfe vor allem für arme Leute. Für die Menschen in Kobanê ist es ein Symbol für die internationale Solidarität.

MfR: Wie ist die allgemeine Situation in Kobane?
Dr. Ali: Das Leben in Kobane ist jetzt sicher. Viele Leute sind zurückgekommen. Natürlich ist vieles noch schwierig. Aber das System funktioniert gut und der Wiederaufbau geht schnell voran.
In der Nähe gibt auch Flüchtlingslager, wo die Flüchtlinge aus Raqqa, Tabqqa und   Der Alsor wohnen. Dort ist es sehr schwer. Es gibt da wenig Essen,Trinkwasser und Medikamente.
 
(Die ärztliche Tätigkeit von Dr. Ali in Kobane wird finanziert durch die Hilfsorgansiation "Armut und Gesundheit in Deutschland e.V."
verantw. Professor Gerhard Trabert)

 

 

Ein Rückblick: Erfolgreiche Jahrestagung
von Medizin für Rojava
 
Eine durchwegs positive Bilanz zog „Medizin für Rojava“ auf der Jahrestagung am 14. Oktober.
  • Trotz der Grenzblockade der türkischen Regierung und aller Schwierigkeiten brachte Medizin für Rojava (MfR) zwei Hilfslieferungen nach Rojava und Kobane auf den Weg. Die erste Lieferung im Dezember 2015 mit der kompletten Erstausstattung des von ICOR-Brigaden errichteten Gesundheitszentrum, die zweite Lieferung in Kooperation mit unseren Partnern im Frühjahr 2017.
  • Spendengelder über 60.000 € wurden 2016/17 an den kurdischen Roten Halbmond (Heyva Sor a kurd) für benötigte Medikamente in Kobane und im Gesundheitszentrum übergeben.
  • Eine wachsende Zahl von Menschen haben sich „Medizin für Rojava“ angeschlossen oder unterstützt. Mit Einfallsreichtum wurden Spenden gesammelt: mit Solidaritätsveranstaltungen und -festen, mit Spendendosen in Arztpraxen, Geschäften und in Unternehmen, im persönlichen Umfeld, mit Sachspenden aus Krankenhäusern, mit vielen kleinen und auch größeren Spenden von Einzelpersonen und Unternehmen etc. Tausende Menschen wurden so erreicht und für die Rojava-Solidarität interessiert und gewonnen – vielen Dank dafür an alle!
  • Medizin für Rojava schuf Verbindungen zu anderen Initiativen und Hilfsorganisationen in Deutschland
  • Die gesamte Arbeit wird ehrenamtlich durchgeführt, ebenso die Finanzarbeit durch die Hilfsorganisation „Solidarität International e.V.“
 
Ein Ausblick:
Was wir beschlossen haben und uns vornehmen:
  • Angesichts der weiter bestehenden Grenzblockade konzentrieren wir unsere Arbeit jetzt auf Geldspenden für dringend benötigte Medikamente.
  • Wir machen den demokratischen Aufbau in Rojava (Demokratische Konföderation Nordsyrien) in der Öffentlichkeit bekannt und verbessern insbesondere unsere Hompage.
  • Wir rufen die Freunde von „Medizin für Rojava“ auf, möglichst regelmäßig mit einem selbstgewählten Spendenbeitrag die Arbeit von MfR zu finanzieren.
  • Wir haben die Grundsätze der Arbeit weiterentwickelt
  • Wir wenden uns mit einem vorweihnachtlichen Spendenaufruf an alle Freunde und Kontakte von Medizin für Rojava - per e-mail und als Flyer (bei Kontaktadresse bestellen!)

 

Neues vom Gesundheitszentrum -

Oktober 2017

Dr. Ali Bashrawi von Medizin für Rojava berichtet von Vor Ort aus Kobanê: 3808 Kinder wurden geboren, davon 1037 mit Kaiserschnitt, 2771 Kinder durch spontane Geburt. Tausende Patientinnen wurden bei uns untersucht. Die Patientinnen bekommen auch bis zu 90% Medikamente und Arzneimittel kostenlos. Die Inkubatoren wurde für 240 neugeborene Kinder verwendet. Bei uns werden nicht nur Patientinnen aus Kobanê behandelt, sondern auch aus Ain-Aisa, Rakka und Munbej.

(siehe auch die Fotostrecke)

 

 


Rundbrief Mai 2017

 

Liebe Freunde von „Medizin für Rojava“,
Wir möchten Sie/Euch heute über unsere Arbeit der letzten Monate informieren. Die große Mühe und Spendenbereitschaft hat Früchte getragen.
Das von MfR medizinisch ausgestattete Gesundheitszentrum in Kobanê ist heute ein Geburtszentrum für die ganze Region! 1500 Babys wurden dort inzwischen geboren.

 

Eine weitere gute Nachricht:

Die zweite größere medizinische Hilfslieferung für Rojava wurde vor kurzem an den kurdischen Roten Halbmond übergeben!
Der Transport wurde  in enger Kooperation mit zwei katholischen Hilfsorgansiationen trotz vieler Schwierigkeiten auf den Weg gebracht. Die Spendenbereitschaft hierfür war wieder sehr groß. Der Gesamtwert für beide Transporte: rund 200.000 Euro. Beteiligt waren Ärzte, Pflegepersonal aus Krankenhäusern und Praxen, christliche Hilfsorganisationen und Gemeinden, Solidaritätsgruppen, Physiotherapeuten aus Frankfurt mit einer kompletten Physiotherapie-Einrichtung – und viele, viele Einzelpersonen. Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die zu dem Erfolg beigetragen haben!

 

60 000 Euro für Medikamente übergeben!
Um die Bevölkerung von Rojava möglichst kostenlos mit Medikamenten zu versorgen, hatte MfR zu einer Geldsammlung aufgerufen: „60 000 € für dringend benötigte Medikamente“.
Dank der vielen Spenden konnte wir binnen 6 Monaten unser Ziel erreichen! Der kurdische Rote Halbmond kauft damit preiswert Medikamente. Angesichts der brutalen Blockadepolitik gegenüber Rojava/Nordsyrien muss diese medizinische Hilfe jetzt weiter ausgeweitet  - und viele Brücken der Solidarität gebaut werden.

 

Ein Blick zurück: Fortschritte im Aufbau
Im Jahr 2015 bauten über 170 internationale Aufbauhelfer der ICOR gemeinsam mit  einheimischen Bauarbeitern in nur 6 Monaten das Gesundheitszentrum in Kobanê auf! (S.a. der Dokumentarfilm “Den Sieg sichern!“ https://www.youtube.com/watch?v=ggiRbdMCFvo). Ein Zeichen des Wiederaufbaus mitten in der durch die Terroristen des „Islamischen Staats“  (IS) zerstörten Stadt!
Im Dezember 2015 schickte Medizin für Rojava den ersten großen LKW voll medizinischer Güter dorthin. Das Gesundheitszentrum wurde nach Fertigstellung von der ICOR der örtlichen Verwaltung übergeben und wird jetzt von Ärzten und Pflegekräften des Kurdischen Roten Halbmonds (Heyva Sor) betrieben.

 

Mit Bomben gegen den Aufbau von Rojava
Während  der Erstellung dieses Rundbriefs führte die Türkei Luftangriffe auf Ziele in Rojava (Nord-Syrien) und die Jesidische Bevölkerung in Şengal (Nord-Irak) durch. Dabei wurden viele Zivilisten und Kämpfer der YPG (Volksverteidigungseinheiten), die gegen den IS kämpfen, getötet und Radiostationen zerstört. Wir sind empört über dieses Kriegsverbrechen und unterstützen die Proteste dagegen, auch gegen die direkte und  indirekte Unterstützung der Erdogan-Regierung durch die Bundesregierung.
Trotzdem wird Erdogan den Aufbau eines demokratischen Rojavas in Nordsyrien auf Dauer nicht verhindern können.  Es ist ein Vorbild für die Zukunft des vom Krieg heimgesuchten Syrien.

 


Wir sprachen mit Dr. Ali Basrawi. Er konnte zu einem Hilfseinsatz als Chirurg in seine Heimatstadt Kobanê reisen:

„Die Lage in Kobanê hat sich sehr gebessert“
MfR: Wie ist die aktuelle Situation in Kobanê?
Dr. Ali Basrawi: Die Situation in Kobanê ist besser geworden und wird mit jedem Tag noch besser.
?: Wie ist Ihr Eindruck von dem Gesundheitszentrum heute? Wie ist die Gesundheitsversorgung?
!: Das Gesundheitszentrum der ICOR funktioniert sehr gut. In dem Zeitraum wurden seit der Eröffnung schon 1500 Kinder geboren. Die Leute in Kobanê  sind zufrieden. Auch andere Krankenhäuser funktionieren zum Teil wieder.
? Welche Schwierigkeiten gibt es? Wie kann "Medizin für Rojava" am besten helfen?
! Natürlich gibt es noch viele Probleme. Es mangelt unter anderem an Medikamenten. Auch haben wir noch zu wenige Ärzte, insbesondere Spezialisten. "Heyva Sor" von Kobanê hat die Geldspenden von "Medizin für Rojava“ bekommen und damit Medikamente gekauft.
Ich möchte euch viele Grüße ausrichten von Dr, Nassan, dem Chef des  Gesundheitszentrums und von unseren Patientinnen und Patienten.

 

Wie es jetzt weiter geht...
Medizin für Rojava hat zahlreiche Verbindungen zu Einzelpersonen, Initiativen und Hilfsorganisationen geknüpft. Es gibt Veranstaltungen und Treffen von Rojava-Initiativen in verschiedenen Regionen Deutschlands.
Angesichts der humanitären Blockade  konzentrieren wir uns zunächst auf die Spendensammlung für Medikamente und die Öffentlichkeitsarbeit – unter anderem über die  Homepage www.medizin-für-rojava.org und www.betterplace.org/p35750  und wenden uns verstärkt an die Medien. Leider blenden diese den demokratischen Aufbau in Rojava weitgehend aus, zeigen meist einseitig die brutalen Folgen des Syrienkrieges und hinterlassen ein Gefühl der Hilflosigkeit und Resignation – obwohl es ein positives Gegenmodell für Syrien gibt!


… mit unserer Organisationsarbeit
Jeder Interessierte ist bei uns willkommen – mit einer Spende, mit der Sammlung von Spenden unter Freunden, Verwandten, Arbeitskollegen, mit Übernahme von Aufgaben wie Homepagepflege, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder auch im Sprecher-Team. Wir freuen uns über eine rege Beteiligung. Bitte teilen Sie uns Ihre Ideen, Vorschläge und auch kritische Anmerkungen zu unserer Arbeit mit!


Wofür steht „Medizin für Rojava“?
„Medizin für Rojava“ wurde 2015 gegründet und arbeitet als Arbeitsgruppe in der gemeinnützigen Hilfsorganisation „Solidarität International“ (SI) e.V. Sie fördert den Aufbau der Gesundheitsversorgung des demokratischen Rojava/Nordsyrien. In ihr sind Ärzte, Beschäftigte des Gesundheitswesens, Studierende und viele engagierte Bürger tätig.  www.medizin-für-rojava.org

 

Rojava-Solidarität beim internationalen Pfingstjugendtreffen
Am Pfingst-Sonntag 15-16.30 Uhr gibt es eine Solidaritätsaktion zu Rojava - mit  kurdischen Musikern und Tänzern, aktuellen Informationen und Fotos vom Gesundheitszentrum Kobanê und Vorstellung anderer Rojava-Solidaritäts-Projekte.
Das Pfingstjugendtreffen findet am 3./4. Juni auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen statt. Nähere Information: www.pfingstjugendtreffen.de

 

Rundbrief August 2016

Gesundheitszentrum Kobanê vor Inbetriebnahme!


Wir freuen uns, dass wir über die bevorstehende Inbetriebnahme des Gesundheitszentrums (GZ) in Kobane (Rojava/Nordsyrien) berichten können!

Dr. A., Mitglied unserer Initiative aus Düsseldorf, hat kürzlich das Gesundheitszentrum in Kobanê besucht. Er hat uns ganz herzliche Grüße von Dr. Nassan Ahmad übermittelt, dem ärztlichen Leiter des Gesundheitszentrums. Als Vertreter des „Kurdischen Roten Halbmonds“ („Heyva Sor“) ist Dr. Ahmad hauptverantwortlich für den Betrieb des Gesundheitszentrums. Das von 177 internationalen Brigadisten der ICOR erbaute Zentrum wurde von „Medizin für Rojava“ mit medizinischen Geräten ausgestattet. Der Schwerpunkt soll Geburtshilfe, Kinder- und Frauenheilkunde werden. Inzwischen kehren immer mehr Menschen in diese Stadt zurück. Sie haben den Wunsch und das Vertrauen, ihre Stadt wieder aufzubauen und dort in Frieden zu leben.

 

Ein großer Dank an alle Spender und Helfer. Machen Sie weiter!

 

Mit Ihrer Hilfe konnte „Medizin für Rojava“ zu diesem Erfolg beitragen. Wir mussten mit Schwierigkeiten fertig werden wie dem Boykott der Erdogan-Regierung (er schloss die Grenze für Hilfsgüter) und seine Unterstützung durch deutsche staatliche Behörden.

 

Schon länger verlangen „Medizin für Rojava“ und andere Organisationen einen humanitären Korridor nach Rojava. Das wäre ein wirksamer Schritt zur Bekämpfung von Flüchtlingsursachen!

Das Gesundheitszentrum von Kobanê ist ein Symbol für gelebte internationale Solidarität und eine große moralische Unterstützung für die Menschen in Rojava.

Rojava ist ein Zukunftsmodell für den Nahen Osten, das in unseren Medien nur gelegentlich Beachtung findet. Dank an alle für die vielen Spenden, praktische Unterstützung und vielfältige aktive Mitarbeit in den vergangenen Monaten. All das wird jetzt weiter gebraucht!

 

 

Dr. A. zu Besuch in Kobanê: „Die gespendeten Geräte sind im Gesundheitszentrum installiert und funktionieren!“

 

Dr. A. war bis zur Zerstörung Kobane’s durch die faschistische Armee des „IS“ im Jahr 2014 viele Jahre als Chirurg und Orthopäde in Kobanê tätig. Vor kurzem hat er Kobanê und dem Gesundheitszentrum einen Besuch abgestattet. Über seine Erfahrungen sprach er mit Willi Mast.
 

? Ist das Gesundheitszentrum inzwischen fertig gestellt?

Dr. A.: Das Gesundheitszentrum ist komplett fertig. Es ist beeindruckend, was beim Aufbau geleistet wurde. Die gespendeten Geräte von Medizin für Rojava sind installiert und funktionieren. Der Schwerpunkt des Gesundheitszentrums wird auf dem Bereich Kinder, Gynäkologie und Geburtshilfe liegen. Das ist gut, weil viele Menschen nach Kobanê gekommen sind und viele Kinder geboren werden, etwa 20 jeden Tag! Ihr werdet bald die ersten Fotos davon erhalten.

 

? Wie ist derzeit die Situation in Kobanê?

Dr. A.: Es ist friedlich in Kobanê und es geht trotz aller Schwierigkeiten aufwärts. Durch die Kämpfe gegen den IS in der Gegend von Rakka und im Westen von Kobanê gibt es aber auch viele Verletzte und auch Opfer.

 

? Was für medizinische Hilfe wird vor allem gebraucht?

Dr. A.: Für das Gesundheitszentrum werden noch bestimmte Geräte benötigt. Für die Gesundheitseinrichtungen in Kobanê fehlen noch eine große Röntgenanlage, eine Endoskopie- und Laparaskopie-Einrichtung und vor allem chirurgisches Material, Narkosemittel und Medikamente – und natürlich auch Ärzte!

 

weiter...

 

 

 

Rundbrief März 2016

Medizin für Rojava“ fordert: Öffnet die Grenze nach Rojava für humanitäre Hilfe!

Im Dezember vergangenen Jahres hat die Initiative „Medizin für Rojava“ hochwertiges medizinisches Gerät nach Kobanê/Nordsyrien gebracht (wir berichteten). Inzwischen hat der Kurdische Rote Halbmond alles in das Gesundheitszentrum überführt.

Mittlerweile sollte längst ein zweiter LKW mit weiteren Geräten in Kobanê angekommen sein. Doch er kann nicht starten, weil die Türkei die Grenze geschlossen hält. Anstelle von Aufbauhilfe gibt es eine rigorose Blockade: Nichts geht mehr! Hilfsgüter für den Aufbau Rojavas werden gestoppt und Aufbauhelfer gewaltsam am Grenzübertritt gehindert. Den Menschen in Rojava/Nordsyrien droht eine Katastrophe. Ärzte in Kobanê berichten von Todesfällen infolge fehlender Medikamente.

Humanitäre Hilfe statt Bomben!

Rojavas Bevölkerung braucht jetzt Hilfe. Gemeinsam mit vielen anderen Organisationen fordern wir die Öffnung der Grenze für einen humanitären Korridor! Doch die türkische Erdogan-Regierung will ein demokratisches und freies Rojava mit Frauenrechten, Umweltschutz und Religionsfreiheit verhindern - und findet offenbar Unterstützung bei der Bundesregierung. Im Südosten der Türkei geht türkisches Militär mit schweren Waffen gegen die überwiegend kurdische Bevölkerung vor. Es gab Hunderte Tote und Verletzte. Türkische Militärflugzeuge haben kurdische Gebiete im Nordirak bombardiert.

Unsere Partner in Kobanê berichten, dass sich die „Lage grundlegend ändert“. weiter...

 

Rundbrief vom 21.1.16

Liebe Freunde der Initiative „Medizin für Rojava“,

 

liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Unsere Initiative und das Gesundheitszentrum ziehen immer weitere Kreise:

 

Am 11. Januar kam in den ARD-Tagesthemen ein guter Filmbeitrag zu Kobanê und zum Gesundheitszentrum. Darin wurden auch Bilder mit dem von unserer Initiative gespendeten medizinischen Material gezeigt. Der Bericht ist zu sehen unter www.youtube.com/watch?v=OC_Kwwiuqt8&feature=youtu.be&t=11m26s

 

Es gab noch weitere positive Presseberichte und großes Interesse am Reisebericht unserer Delegation, die den Transport nach Kobanê begleitete. Deshalb wollen wir dazu weitere Veranstaltungen durchführen.

 

Wir bekommen täglich neue Spenden, Spendenzusagen und Briefe, die uns sehr berühren. Ein Spender schreibt z.B.: „Die Pressemitteilung hat mich fast zu Tränen gerührt. Es ist fast unglaublich, was Menschen erreichen können, wenn sie ein Ziel haben und einfach nicht klein beigeben...“ Ein anderer: „Anstatt uns gegenseitig zu Weihnachten zu beschenken, dachten wir, eine Spende … macht in der aktuellen Situation mehr Sinn...“ oder: „Die Unterstützung für das Gesundheitszentrum ist von hoher Bedeutung. Nur so können die Einwohner zurückkehren bzw. bleiben.“

 

Inzwischen wurde auch vom Filmemacher Mark Zorko ein wunderbarer Dokumentarfilm erstellt, der den gesamten Aufbau des Gesundheitszentrums dokumentiert. Er heißt: "Den Sieg sichern! Zum Bau eines Gesundheits-und Sozialzentrums in Kobanê durch internationale Brigaden der ICOR"  Er ist als DVD für 15,- Euro zu bestellen bei: verlag@neuerweg.de, Tel.: 0201-25915

 

Er ist auch auf Youtoube anzusehen:

https://www.youtube.com/watch?v=ggiRbdMCFvo

 

weiter...

 

 

Rundbrief vom 8.1.2016

Unser LKW mit unseren medizinischen Geräten ist in Kobane/Nordyrien angekommen. Willi und Renate Mast, die ihn begleiteten, sind zurückgekehrt. Das Gesundheitszentrum wird eingerichtet. Seine endgültige Arbeit wird es im Januar 2016 aufnehmen. Es gibt also etwas zu feiern und zu erzählen.  
Einen allerersten Bericht können Sie/Ihr der beigefügten Pressemitteilung entnehmen. Alles Weitere erfahren Sie auf dem nächsten Treffen der Initiative, zu der wir hiermit herzlich einladen.

 

weiter...

Pressemitteilung vom 28.11.2015

Sehr geehrte Damen und Herren der Presse,

wir bitten Sie, aus gegebenem Anlass, folgende Pressemitteilung in Ihrer Zeitung abzudrucken. Für Nachfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

 

Helfen Sie mit:

Endspurt der Spendensammlung für das Gesundheitszentrum in Kobanê/Rojava

 

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Rundbrief vom 5.11.2015: Große Fortschritte und Endspurt der „Initiative Medizin für Rojava“

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kollegen/innen und Freunde!

Wir können Ihnen/Euch mitteilen, dass unser Projekt Gesundheitszentrum Kobanê große Fortschritte macht und wir mit den verschiedensten Hindernissen, die immer wieder auftauchen fertig werden. Dank des großen Einsatzes von über 140 Aufbauhelfern wird das Gebäude in zwei Wochen fertig gestellt sein und den Selbstverwaltungsorganen der Stadt übergeben! Mitte Dezember wird das Zentrum vollständig eingerichtet sein und feierlich eröffnet werden. Das ist ein riesiger Erfolg.

 

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Rundbrief vom 4.10.2015

liebe Kollegen/innen und Freunde,

zuerst einmal herzlichen Dank für die vielfältigen Material- und Geldspenden, die bisher zusammengekommen sind!

Wie Sie/Ihr über die Medien erfahren haben, hat sich die Situation in der Türkei und insbesondere an der Grenze zu Rojava/Nordsyrien verschärft, ausgelöst durch die Politik der Erdogan-Regierung. Der Flüchtlingsstrom nach Europa unterstreicht die Dringlichkeit der Forderung nach einem humanitären Korridor von der Türkei nach Rojava, s.a. die online-Petition dazu. Hier steht auch die Bundesregierung in der Pflicht!

Umso wichtiger ist unser Anliegen, das Gesundheitszentrum, das derzeit in Kobanê gebaut wird, auszustatten.

 

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Der Flyer kann auch bestellt werden bei: Anna.Sagemann@gmx.de und wird dann zugeschickt.

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